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Trinkwasserqualität Gruppenwasserversorgung Thurtal-Feldi

Die Gruppenwasserversorgung Thurtal-Feldi hat seine Fassungen auf die relevanten Metaboliten des Wirkstoffes Chlorothalonil geprüft. Das Grundwasserpumpwerk Feldi liefert einwandfreies Trinkwasser, wird aber weiterhin beobachtet. Die Quelle in Gütighausen wurde vom Trinkwassernetz genommen. Die Grenzwerte beim Abbauprodukt R471811 sind um das 10-fache überschritten. Die Gruppenwasserversorgung Thurtal-Feldi (GWV T-F) stellt das Trinkwasser in sechs Gemeinden zur Verfügung. Rickenbach, Ossingen, Thalheim, Altikon, Truttikon und der Ortsteil Dätwil der Gemeinde Adlikon beziehen sämtliches Trinkwasser für die öffentliche Versorgung von der GWV T-F.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat aufgrund der Neubeurteilung durch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) weitere Abbauprodukte des inzwischen verbotenen Wirkstoffes Chlorothalonil auf die Liste der relevanten Metaboliten gesetzt. Zusätzlich zum bereits untersuchten Abbauprodukt Chlorothalonilsulfonsäure (R417888) wird die Überwachung eines weiteren Abbauprodukts mit der Bezeichnung R471811 empfohlen. Dies auch zur Beobachtung des Rückgangs der Konzentration im Trinkwasser.

Es handelt sich dabei allerdings um einen Stoff, der nicht dieselben Eigenschaften hat wie die Ausgangssubstanz Chlorothalonil. R471811 ist nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht als krebserregend eingestuft. Trotzdem gilt auch für diese Substanz der Höchstwert von 0.1 μg/l im Trinkwasser. Der Höchstwert von 0.1 μg/l ist kein toxikologisch begründeter Wert, sondern entspricht dem Vorsorgeprinzip.

Trinkwasser mit Rückstands-Konzentrationen über diesem Höchstwert erfüllt die Anforderungen an sauberes Trinkwasser nicht und wird im Rahmen von amtlichen Kontrollen beanstandet. Eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit besteht allerdings nicht. Trotzdem sind die zuständigen Wasserversorgungen angehalten, Massnahmen zur Reduktion der Verunreinigungen zu treffen und haben dazu gemäss aktueller Weisung des BLV Zeit bis im August 2021.

Bei der Grundwasserfassung Feldi (Gemeinde Altikon) und der Quelle in Gütighausen (Gemeinde Thalheim an der Thur) konnten bei der Untersuchungsreihe des Kantonalen Labors im Sommer 2019 keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden bzw. alle Resultate waren tiefer als die Nachweisgrenze.

Aufgrund der Empfehlungen sowie der verbesserten Analytik mit tieferen Nachweisgrenzen wurden die Untersuchungen im Rahmen der Selbstkontrolle dieses Jahr auf weitere Metaboliten ausgeweitet. Die Resultate vom März 2020 zeigen, dass in der Grundwasserfassung Feldi das Abbauprodukt R471811 nachgewiesen wird. Die Messwerte liegen innerhalb des Toleranzbereiches von ±25% und die GWV T-F wird die Thematik weiterhin sehr ernst nehmen und entsprechende Untersuchungen weiterführen. Die Verantwortlichen der GWV T-F gehen davon aus, dass durch die bereits getroffenen Massnahmen und das schweizweite Verbot von Chlorothalonil auch weiterhin keine Grenzwertüberschreitungen zu erwarten sind.
Gemeindeverwaltung 8545 Rickenbach ZH Telefon 052 320 95 01 Fax 052 320 95 10
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Die Messresultate der Quelle in Gütighausen erfordern, dass das Wasser in den Verwurf zu leiten ist. Der Grenzwert wird beim Abbauprodukt R471811 um das 10-fache überschritten.

An das Trinkwasser im Verbandsgebiet der GWV T-F werden sehr hohe Ansprüche gestellt. Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung aufgrund von Chlorothalonil-Metaboliten besteht nicht – Konsumentinnen und Konsumenten können Trinkwasser weiterhin konsumieren. Mit der konsequenten Umsetzung des Vorsorgeprinzips soll sichergestellt werden, dass das Trinkwasser auch weiterhin von sehr guter Qualität ist. Die Trinkwasserversorgungssicherheit im Verbandsgebiet ist durch das Abschalten der Quelle in Gütighausen nicht gefährdet.

Der Schutz des Grundwassers und eine einwandfreie Qualität des Trinkwassers haben für die GWV T-F oberste Priorität. Mit dem Verbot des Wirkstoffes Chlorothalonil hat das Bundesamt für Landwirtschaft die wichtigste Massnahme ergriffen, um eine Belastung des Trinkwassers durch Abbauprodukte von Chlorothalonil zu reduzieren. Es ist davon auszugehen, dass darum die Konzentrationen im Grund- und Quellwasser zurückgehen.

Wie schnell dieser Rückgang erfolgt, ist aber von verschiedenen Faktoren (Bodenbeschaffenheit, Erneuerung des Wassers, etc.) abhängig und muss jetzt mit weiteren Untersuchungen beobachtet werden. Dabei wird die GWV T-F vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) und vom Kantonalen Labor unterstützt. Wenn hierfür Möglichkeiten bestehen, die zeitnah und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar sind, müssen diese ergriffen werden. Im Zentrum stehen dabei nachhaltige Lösungen, die auch regionale und überregionale Betrachtungen berücksichtigen.

Fragen zur vorliegenden Medienmitteilung werden gerne von Beat Maugweiler, Aktuar des Verbandsvorstands, unter der Telefonnummer 052 320 95 01 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegengenommen.